
Absturzunälle 2024
Die Zahlen für das Jahr 2024 verdeutlichen, dass Abstürze weiterhin eines der größten Sicherheitsrisiken im Arbeitsalltag darstellen – insbesondere im Baugewerbe.
Hier sind die Statistiken (basierend auf den Daten der DGUV und BG BAU für 2024) sowie die Erläuterung, wie Drohnen Leben retten:
Unfallstatistik 2024 (Deutschland)
Für das Jahr 2024 zeigen die Berichte der Berufsgenossenschaften folgendes Bild:
Tödliche Absturzunfälle: Im Bereich der Bauwirtschaft (BG BAU) gab es insgesamt 78 tödliche Arbeitsunfälle. Davon entfielen ca. 36 % auf Abstürze (von Dächern, Leitern, Gerüsten oder Hochplätzen). Das entspricht etwa 28 Todesfällen durch Absturz allein in dieser Branche.
Schwere Verletzungen: Jährlich werden ca. 2.700 schwere Absturzunfälle registriert, die so gravierend sind, dass die Betroffenen eine Unfallrente beziehen (sogenannte „neue Rentenfälle“).
Allgemeine Verletzungen (Meldepflichtig): Die Zahl der Leiterunfälle ist mit ca. 21.000 bis 23.000 Fällen pro Jahr (über alle Branchen hinweg) extrem hoch. Allein bei der BG BAU werden jährlich rund 7.000 bis 9.000 Leiterunfälle gemeldet.
Wichtige Erkenntnis zur Höhe: Interessanterweise geschehen etwa 50 % der tödlichen Abstürze aus einer Höhe von weniger als 5 Metern. Oft sind es gerade die „geringen“ Höhen zwischen 2 und 3 Metern, die unterschätzt werden, da hier häufig auf aufwendige Sicherungssysteme verzichtet wird.
Warum Drohnen Menschenleben retten können
Drohnen (UAS – Unmanned Aircraft Systems) sind in der Höhenarbeit ein „Gamechanger“, da sie das Risiko an der Quelle eliminieren:
Vermeidung von Höhenexposition: Der wichtigste Punkt ist die Prävention. Anstatt dass ein Inspektor eine Leiter erklimmen oder ein unsicheres Dach betreten muss, übernimmt die Drohne die Sichtprüfung. Der Mensch bleibt sicher am Boden.
Erkennung von Schwachstellen: Drohnen können mit hochauflösenden Kameras und Wärmebildtechnik morsche Stellen, lockere Dachziegel oder defekte Photovoltaik-Module finden, bevor ein Handwerker das Dach betritt und womöglich durchbricht.
Sicherere Planung: Durch 3D-Modellierung und Vorab-Scans können Sicherungsmaßnahmen (wie Gerüste oder Netze) exakter geplant werden. Man weiß genau, wo die Gefahrenstellen liegen.
Einsatz in der Rettung: Bei bereits geschehenen Unfällen helfen Drohnen mit Wärmebildkameras, verunglückte Personen in unwegsamem Gelände oder auf weitläufigen Industriedächern extrem schnell zu lokalisieren, was die Zeit bis zur medizinischen Erstversorgung (die „Golden Hour“) drastisch verkürzt.
Inspektion schwer zugänglicher Bereiche: Brückenpfeiler, Windkraftanlagen, Photovoltaikanlagen oder Kirchtürme können ohne riskante Klettereinsätze kontrolliert werden.
